
„Bitte berühren!“ ist ein künstlerisches Erlebnisformat von Manfred Webel, bei dem die Begegnung mit seinen Bewegungsskulpturen im Mittelpunkt steht. Dafür kommt er mit dem Kunst-Container, seinem mobilen Atelier, zu den Menschen und lädt sie ein, seine Kunst mit allen Sinnen zu erleben. Auf Wegeverbingungen vom Container zu Kulturorten wie Städtischen Galerien, Museen oder Kirchen oder in den Stadtraum bewegen sich seine Skulpturen mit dem Publikum. Berühren ist ausdrücklich erlaubt und gewünscht.
Ergänzend wird ein Mitmachprogramm angeboten, das je nach Ort und Bedarf individuell abgestimmt wird. Dazu zählen bildhauerische, handwerkliche, textile und sprachbasierte Formate, die teilweise in Zusammenarbeit mit weiteren Künstler*innen realisiert werden.
Marl
Kultur trifft Bildung
Während der Neubauphase des Skulpturenmuseums Marl wurde das Format „Bitte berühren!“ genutzt, um das Museum schnell mit der Schule und neuer Nachbarschaft zu vernetzen. Der mobile Kunst-Container bildete gemeinsam mit dem Museum und der Schule eine räumliche Verbindung, die als grüne Wegeverbindung gestaltet wurde. Entlang dieser ersten öffentlichen „SkulpturenArena“ kamen Schülerinnen, Lehrkräfte, Eltern und Besucherinnen mit Bewegungsskulpturen in Kontakt und nutzten die Angebote zur gemeinsamen künstlerischen Auseinandersetzung.
Paderborn
Bewegungsskulpturen begegnen sakraler Kunst
Inmitten der Sammlung sakraler Kunst aus fast 1000 Jahren konnten im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn die Werke von Manfred Webel berührt und bewegt werden. Dazu wurden dialogische Ausstellungsstationen auf grünem Kunstrasen geschaffen, mit dem auch draußen ein Weg aus dem Museum auf den Marktplatz bis hin zum Dom gebahnt wurde. Dies senkte die Hemmschwelle für einen Museumsbesuch deutlich.
Remscheid
Stadtentwicklung mit Bürger:innen-Beteiligung
In der Fußgängerzone vor dem Alleecenter in Remscheid wurde der Kunst-Container als zentraler Ort für Bürger*innen-Beteiligung eingesetzt. Vor Ort konnten alle Altersgruppen prototypisch Ideen für die Weiterentwicklung der Innenstadtfläche entwickeln. Manfred Webel und sein Team begleiteten die Teilnehmenden bei der Umsetzung eigener Entwürfe. Das Format ermöglichte direkte Beteiligung und kreative Mitgestaltung im städtischen Kontext.
Siegen
Besucherbindung für ein dezentral gelegenes Museum
In Siegen diente der mobile Kunst-Container als Satellit, um die Aufmerksamkeit der Stadtbevölkerung auf das Museum in der Oberstadt zu lenken. Durch die Präsenz des Containers in der Innenstadt und begleitende Aktionen, Gewinnspiele und Mitmachangebote wurden
Besucher*innen direkt angesprochen. Das Format unterstützte das Museum darin, neue Zielgruppen zu erreichen und seine Attraktivität sichtbar zu erhöhen.
Troisdorf
Kunst für alle!
Manfred Webel ein temporäres Bildhauer-Camp auf der Wiese vor der Burg Wissem. Unter dem städtischen Motto „Kunst für alle“ konnten die Bürger*innen sich von Skulpturen-Modellen im knallroten Kunst-Container inspirieren lassen, und auch selbst modellieren und eigene Skulpturen aus Porenbetonstein gestalten. Mit Sägen, Raspeln, Schleifpapier und Farbe entstanden so eigene Werke. Der Erfolg und die Anknüpfung an die Bildhauer-Tradition in der Stadt sind ein Format für die Zukunft. Mit der SkulpturZeit Troisdorf wird es alle zwei Jahre fortgesetzt.
Viersen
Interaktive Ausstellung in Museum und Skulpturenpark
Eine durchgehend interaktive Ausstellung ermöglichte in der Städtischen Galerie im Park Skulpturen hautnah zu erleben. In einem begehbaren Kleiderschrank konnten Besucher*innen sich selbst und Bewegungsskulpturen mit einer eigens für sie gestalteten Modekollektion einkleiden. Ein Computerspiel forderte dazu auf, Skulpturen aus einer für sie geschaffenen Skulpturen-Architektur digital zu befreien. Die große monami-Schaukel wurde zur stark frequentierten Attraktion. Im Skulpturenpark konnten alle Besucher die Bestandsskulpturen von Tony Cragg, Erwin Heerich und anderen mit der großen monami in Beziehung setzen.
Bergkamen
Bürgerbeteiligung
Die langjährige Brachfläche des ehemaligen Turmarkaden-Geländes vis à vis des Rathauses fordert dazu heraus, sie mit künstlerischen Interventionen zu beleben. Allerdings wäre es zu gefährlich gewesen, mit den Bürger*innen der Stadt direkt auf dem Gelände zu arbeiten. Deshalb wurden Materialien dieses städtischen Raumes verwendet, um daraus gemeinsam eine Skulptur zu bauen.
Bünde
Kunst-Container als Veranstaltungsmagnet
Als Anziehungspunkt der „Bünder Sommerkultur“ wurde der Kunst-Container auf dem Rathausplatz geöffnet. Morgendliche Workshops für Schulklassen und nachmittägliche Kreativaktionen für Familien wurden mit einem spannenden, durch den Stadtkultur-Intendanten geplanten abendlichen Bühnenprogramm verzahnt.
Gütersloh
Temporärer Dritter Ort für Stadtteilarbeit
Um auf das große Entwicklungspotenzial des Gütersloher Stadtteil Blankenhagen aufmerksam zu machen und die Bürger*innen zur Mitwirkung einzuladen, wurde der KunstContainer als temporäre „Neue Mitte“ vor der entweihten Jacobuskirche platziert. Sämtliche Sozial- und Bildungseinrichtungen des Stadtteils wurden aktiviert, die Ausstellung in der Kirche zu besuchen und mit hunderten Kindern und Jugendlichen kreativ zu werden.
Lünen
Aufsuchende Kulturarbeit
Parallel zur großen „BarbieAusstellung“ im Museum, entstand ein Mitmach-Programm, um die Wechselwirkung von Bewegungsskulpturen und Mode zu erkunden. Zusätzliche Ausflüge mit der großen “monami” in verschiedene Stadtteile, ermunterten viele Menschen niederschwellig, sich vor Ort mit Stiften und Papier selbst ans Zeichnen heranzuwagen. Die Tagespresse titelte: „Kunst ganz locker.“
Minden
Museum und Stadtgesellschaft im Dialog mit Geschichte
Obgleich der riesige ehemalige Exerzierplatz vor dem Preußenmuseum nur einen Steinwurf von der Innenstadt entfernt ist, wird er kaum genutzt. Um dafür Ideen zu entwickeln, wurde eine sichtbare Achse vom Museum in den Stadtraum geschaffen. Dazu wurde der museumseigene multifunktionale Container mit einem 90 Meter langen Weg aus Kunstrasen mit dem Mobilen KunstContainer verbunden. Mit z.T. augenzwinkernden Angeboten wurden die Mindener*innen und Gäste gelockt, sich mit der Platzgestaltung und dessen Historie kreativ auseinanderzusetzen.
Monheim
Kunst im Öffentliche Raum mit Publikumswettbewerb
Die Aktion startete in der ersten Corona-Phase. Aber die Kunstschule Monheim traute sich! Mit großem Hygiene-Aufwand und gegenseitiger Rücksichtnahme konnte der öffentliche Raum mit der ersten Bewegungsskulptur erkundet werden. Auf der Suche nach einem Namen für diese Skulptur, wurde sie vom Container vor dem Rathaus in verschiedene Stadtteile bewegt. Im Rahmen eines Publikums-Wettbewerbs tauften die Monheimer sie “ monami” und schufen unterschiedlichste Bildwerke, in denen sie die Hauptrolle spielt.
Unna
Kunst in der Fußgängerzone
Kunst sehen, sie berühren, über sie sprechen und an ihrer Entstehung mitwirken, und das mitten in der Stadt, ermöglichte der Standort des Containers am Anfang der Fußgängerzone. Eine kleine Ausstellung im öffentlich zugänglichen Forum des Rathauses und ein Publikumsgespräch mit Buchautorin und Moderatorin Andrea Grießmann im Jakobihaus, schufen eine besondere Nähe zu Kunst und Künstler.
Iserlohn
Offenes Kulturangebot im Stadtpark
„Komm Kunst machen“ lautete die Einladung der Städtische Galerie, die für längere Zeit geschlossen war, zum mobilen Kunst-Container auf den Friedensplatz. Mitten im Zentrum am Anfang des lang gestreckten Parks zwischen Bauernkirche und Oberster Stadtkirche wurden Jung und Alt mit Manfred künstlerisch tätig. Highlight war die gemeinsame Feier zum 20jährigen Bestehen der Kinderlobby.
Oberhausen
Lebensraum gestalten
Unter dem Motto „Gestalte deinen eigenen Lebensraum im Großen wie im Kleinen“ konnten Bürger:innen selbst künstlerisch aktiv werden. Konkret ging es darum, eigene Wünsche zu visualisieren und zur Geltung zur bringen. Es wurde gestickt, gefilzt, gezeichnet, modelliert, es wurden Objekte aus Holz konstruiert und eigene Werke in Porenbetonstein mit Sägen, Raspeln, Schleifpapier und Farbe gearbeitet. Dieses Angebot entstand in Kooperation mit kitev – Kultur im Turm e.V..
Lippstadt
Für Völkerverständigung und Freundschaft
Gemeinsam mit dem Förderverein des Gymnasiums Schloß Overhagen wurden in der Projektwoche ein individuelles Freundschaftswandbild gestaltet. Dieses entstand aus einzelnen Holz-Formen, die sich nahezu lückenlos aneinander schmiegen. Im Innenhof der Schule ist das Ergebnis heute noch zu sehen. Bürger:innen von Lippstadt konnten vor Ort frei kreativ werden und zwei sich berührende Formen als Bleistiftsskizze, als bunte Zeichnung oder verrückte Collage aufs Papier bringen. Der kommunikative Austausch stand ganz im Zeichen des interkulturelle Miteinander.





















































