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Ikarus

Arbeiten im Atelier erfordert mehr als tägliche Routine und kontinuierlichen Fleiß. Konzentration, Wachheit und innere Ruhe sind die Voraussetzung für in sich stimmige Werke. Besonders so flüchtige Prozesse wie Tinte/Tusche Malerei gelingen nur so. Manfred Webel reflektiert diese Anforderungen immer wieder aufs Neue, ein Ausdruck davon ist das Bild Ikarus. Der Künstler liest den Mythos des Ikarus als Blaupause von Kreativität: Mut und Besonnenheit müssen in Balance sein.

Details

„Ikarus“ (Drehbare Raumzeichen), 2026

60 cm

Tusche/Tinte auf Raupappe

drehbar

Auf drehbar gelagerten kreisrunden Bildträgern entstehen luftige, zarte Zeichen aus Tinte und Tusche in Huldigung chinesischer Tuschezeichnung. Der Künstler arbeitet seit seiner Jugend immer von oben auf einem Bildträger und niemals senkrecht an einer Staffelei. Dabei nutzt er stets Tische, um die er herumgehen kann oder arbeitet direkt auf dem Boden. Ab 2026 sind die Tischplatten und Malgründe selbst drehbar. Hoch konzentriert enstehen oft nur mit schwarz und grau-Tönen rundumansichtige „Drehbare Raumzeichen“ aus der eigenen körperlichen Bewegung heraus. Dabei nutzt der Künstler keine Pinsel oder Stifte, sondern gießt die Tinten-Tuschen Mixtur direkt aus Behältern auf die Papiere.

Bewegung mit flächigen Werken auszudrücken, ist eine eigenständige Auseinandersetzung im Wirken von Manfred Webel. Wie können Betrachter eingreifen, welche Möglichkeiten des Dialoges mit dem Bildwerk sind möglich, wie kann die Rundumansichtigkeit erlebbar werden? Diese und viele andere Erfordernisse von Bewegungsskulpturen auf der Fläche, führen zu autonomen Bewegungsbildern.