Partizipation mit Kunst

Lesen Sie, was Partizipation mit Kunst bewirkt und wie der Künstler Manfred Webel partizipative Kunst für die Lebensbereiche fruchtbar macht. 

Partizipation Kunst

Partizipation - Bedeutung 

Partizipation bedeutet, Menschen zu ermutigen, gestalterisch in ihr Umfeld einzugreifen. So die Defintion von Künstler Manfred Webel: "Das heißt beispielsweise, dass ich mit meinem Mobilen Kunst-Container auf Einladung der Stadt Bochum den Stadteil Laer besuche und die Bürger animiere, gemeinsam am neuen Profil des Stadtteils zu arbeiten: Was fehlt? Was soll sich ändern? Wie kann man das zum Ausdruck bringen?"

Partizipation mit Kunst

Partizipation mit Kunst erstreckt sich über die kommunale  Arbeit hinaus in alle Lebensbereiche. Sie ist nicht mehr wegzudenken - weder aus der Stadtplanung noch aus der Landschaftsarchitektur, nicht in Kirchen noch in Altenheimen. Sie ist wesentliches Element in der Arbeit mit Schülern wie Jugendlichen in der  Sozialarbeit.

Zweck und Freiheit

Partizipative Kunst erfüllt zwar Zwecke, soll aber, um zu wirken, über das Soziale hinaus zweckfrei sein. Diesen Anspruch löst das Oeuvre Manfred Webels ein: 30 Jahre Partizipation mit Kunst. 

Landschaftsarchitektur

Städtebau/Landschaftsplanung: Projekt Grünes Band Bielefeld

  • Ausgangslage: Der in die Jahre gekommene Bielefelder Osten soll besser an die Innenstadt angeschlossen werden. Dazu wird das städtebauliche Projekt Grünes Band Bielefeld angestoßen, um die Stadtteile Sieker und Stieghorst mit einem Fuß-, und Radweg an das Zentrum anzuschließen.
  • Besonderheit: Die Trasse für den neuen Weg ist nicht linear, alle paar hundert Meter muss man abbiegen und zum Beispiel eine Straße überqueren. 
  • Plan: Der Künstler entwickelt Skulpturen, die den Weg weisen und als Versammlungspunkte, Spielobjekte und Ruheplätze verschiedene soziale Funktionen erfüllen.
  • Ergebnis: Human-Skulpturen aus Beton. Fußgänger und Radfahrer erkennen so leicht die neue Verbindung von der Innenstadt bis zum Grünzug am Lutterbach. 
Partizipation in der Städteplanung - Entwurfsbeispiel
Kunst im Städtebau - Atelier

Foto: Autor

Das Werkstattbild zeigt human-Skulpturen aus Beton für das städtebauliche Projekt Grünes Band Bielefeld. Sie weisen Fußgängern und Radfahrern den neu geschaffenen Verbindungs-Weg von der Innenstadt bis zum Grünzug am Lutterbach. 

Partizipative Kunst in der Landschaftsplanung

Foto: Bernhard Pierel, Wesfalenblat

Man power bei der Aufstellung des human-Pfeils: Manfred Webel, Thierry Brever vom Landschaftsarchitekturbüro Gasse Schumacher Schramm, das das Grüne Band projektiert hat, Sven Dodenhoff vom Bauamt, Thomas Berger vom Umweltbetrieb und Achim Thenhausen vom Umweltamt.

Human Figur Manfred Webel. Foto: Harald Iding

Foto: Harald Iding

Die durchgefärbten, mehrere Tonnen schweren Formen des Grünen Band Bielefeld fordern dazu auf, sie in Besitz zu nehmen. Mit einer Höhe von 280 cm und einer starken Steigung macht es die Human-Flanke dem Künstler schwer, an ihr hoch zu klettern.
Foto Harald Iding

Die Skulpturen markieren sechs Einstiegsmöglichkeiten in das Grüne Band - von verschiedenen Straßen aus. Als Versammlungspunkte, Spielobjekte und Ruheplätze erfüllen sie soziale Funktionen.  

Projekt "Begegnungsbank" - bundesweit

  • Ausgangslage: Gestaltung einer gefälligen Bank mit angenehmer Haptik, gutem Sitzkomfort und bauartbedingtem Kommunikationsanreiz
  • Plan: Entwicklung einer dauerhaft wetterfesten Sitzbank als Hingucker mit freundlich-fröhlicher Ausstrahlung, die zu lebhaftem Austausch einlädt.
  • Ergebnis: Die mit geschwungenen Linien umrissene Begegnungsbank erinnert nicht nur formal an einen Löffelbisquit: mit ihrer auch dreidimensional ausgeformten Sitzfläche bietet sie besonders komfortable Sitzhaltungen an. Auch im Winter fühlt sie sich durch die Verwendung von GFK angenehm an.

Die Begegnungsbänke sind „allansichtig“ ausgewogen gestaltet, sodass sie nicht nur am Rand einer Grün-, oder Pflasterfläche aufzustellen sind. Sie passen sich auch gut Kommunikationsflächen ein.

Begegnungsbank

Kindergarten

Projekt Matschtisch für Partizipation, Integration und Teilhabe

  • Orte: Bereits im Einsatz in Kindergärten von Aschaffenburg bis Zschopau, von Dubai bis Rumänien.
  • Ausgangslage: Im Außengelände fehlen oft Spieloptionen, die Freude machen. 
  • Plan: Mit dem Matschtisch ("Spieltisch für Wasser und Sand") machen Sie Kinder glücklich - und gewinnen Zeit für sich.
  • Ergebnis: Der Spieltisch begeistert seit seiner ersten Installation 2007: Mit einem Eimer Wasser und einer Schüppe Sand, mit fließenden Formen und fröhlichen Farben, mit einer glatten und handfreundlichen Oberfläche, mit Buchten und Landzungen, mit Senken und flachen Zonen.
Inklusiver Matschtisch an einer Förderschule

Inklusiver Spieltisch für Wasser und Sand an einer Förderschule

Flyer Matsch-/Spieltisch

Broschüre Matsch-/Spieltisch

Langlebige Materialien bedeuten dauerhaften Wert. Schon mit geringem Wasserverbrauch schaffen Sie attraktive Spielmöglichkeiten.

Mit dem Spieltisch für Wasser und Sand bieten Sie offene Gestaltungsmöglichkeiten. Durch aktives Spielen lernen die Kinder. So fördern Sie Kreativität und räumliche Wahrnehmung.

Wippobjekte in Bremen, Dortmund und Paderborn

Ausgangslage: Manche an den Rollstuhl gebundene Kinder und Jugendliche können aufgrund ihres Handicaps nicht in herkömmlichen Wippobjekten ohne Assistenz sitzen.

Herausforderung: Die Herausforderung für den Künstler bestand darin, durch die Gestaltung und Bauart eines Wippobjekts komfortable Nutzungsbedingungen für diese Zielgruppe zu schaffen. Gleichzeitig sollten diese nicht zu groß werden, um sie - auch aus Kostengründen - als Einpunktfederwippe realisieren zu können.

Plan: Die typisch weiblich-organische Formensprache des Künstlers sollte eine ergonomische Grundstruktur schaffen, die den Nutzern hinreichend Bewegungsfreiheit für den „Ein-, und Ausstieg“ in das Spielgerät und genügend Halt beim Sitzen anbot. Außerdem sollten gleichermaßen jüngere wie ältere Kinder sich angesprochen fühlen.

Ergebnis: Im Austausch und mit Unterstützung von Förderschullehrerin Elke Paternoster (Förderschwerpunkt körperliche Entwicklung) entstanden so Entwürfe und ein Modell, aus dem der Künstler dann einen Holzprototypen geschnitzt hat. Dieser wurde in mehreren Anpassungsschritten mit interessierten Kindern erprobt und allen Normen entsprechend weiter entwickelt. Seither werden diese attraktiven Wippobjekte aus Glasfaser-verstärkten Kunststoffen als Hohlformen gefertigt, die dauerhaft mit jeweils einer Federwippe verbunden sind. Diese erfreuen sich deutschlandweit in Förderschulen, Kindergärten und zum Teil auch in öffentlichen Parks großer Beliebtheit. 

Wippobjekt für gemeinsames - partizipatives - Wippen

Wippobjekt für gemeinsames Wippen

Besonderheit: Eines Kniffs bedient sich der Künstler, um auch jene Kinder auf die Wippobjekte zu locken, die nicht an den Rollstuhl gebunden sind: Es gibt einen zweiten Sitzplatz vorne. Dieser ermöglicht das gemeinsame Wippen zu zweit, wobei man sich dabei gegenseitig anschauen und anspornen kann. So fördert das inklusive Miteinander und gemeinsame ausgelassene Spiel.

Doppelsitzer zum Wippen

Doppelsitzer - Besonderheit

Altenhilfe

Partizipation mit Kunst im Altenheim: Kronleuchter für St. Michael

  • Ort: Martinsstift, Bad Lippspringe.
  • Ausgangslage: Ein an den hauseigenen Speisesaal angrenzender Innenhof ist trist und wird kaum genutzt.
  • Plan: Der Künstler entwickelt gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Martin Gasse die Idee eines öffentlichen Cafes.
  • Besonderheit: Die Aufenthaltsqualität für die Bewohner soll gesteigert werden.
  • Ergebnis: Zwei an Kronleuchter erinnernde Schutzengel machen den Innenhof zu einem Saal. Jetzt fehlen nur noch eine Opernsängerin und festliche Kleidung, schon können die Bewohner der Altenhilfe St. Michael ein Bankett besuchen.
Partizipative Kunst im Altenheim: Entwurf eines Kronleuchters von Manfred Webel

Skizze: Carmen Ciesla

Schulen

Schulhofgestaltung mit Schülern, Marsbruch/Dortmund

  • Ausgangslage: Mit Schülern Architektur beleben.
  • An der Schulhofgestaltung der Marsbruchschule in Dortmund, einer Förderschule für Bewegung und Motorik, haben 66 Schülerinnen und Schülern regen Anteil gehabt.
  • Mit eigenen Entwürfen und Formen haben sie eine triste Waschbetonwand zu einer farbenfrohen und lebendigen Ballspielfläche umgewandelt.

Stelen für Schule Fechenbach

  • Ausgangslage: Signale für eine weltoffene Schule erarbeiten
  • Plan: Als sichtbares Signal für ein Zusammenleben in gesellschaftlicher Gemeinschaft haben Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule in Leopoldshöhe anlässlich des 25jährigen Schuljubiläums den Felix-Fechenbach-Baum geschaffen.
  • Besonderheit: „Der Namensgeber unserer Schule war ein aktiver und engagierter Politiker in der Zeit der Weihmarer Republik. Er setzt sich immer für Menschen und deren Rechte ein und hoffte auf ein friedliches Zusammenleben zwischen den Nationen.“, so Schulleiter Uwe Scheele.
  • Ergebnis: Die 14 Meter lange Rauminstallation auf dem Schulhof wurde aus einem einzigen Baumstamm von den Schülern geschaffen und verbindet auf wunderbare Weise einzelne Wesen zu einem Ganzen.
Partizipative Kunst - InstallationmitSchülern

Schule als Atelier: Siegen

  • Ausgangslage: Signale für eine weltoffene Schule erarbeiten
  • Plan: Als sichtbares Signal für ein Zusammenleben in gesellschaftlicher Gemeinschaft haben Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule in Leopoldshöhe anlässlich des 25jährigen Schuljubiläums den Felix-Fechenbach-Baum geschaffen.
  • Besonderheit: „Der Namensgeber unserer Schule war ein aktiver und engagierter Politiker in der Zeit der Weihmarer Republik. Er setzt sich immer für Menschen und deren Rechte ein und hoffte auf ein friedliches Zusammenleben zwischen den Nationen.“, so Schulleiter Uwe Scheele.
  • Ergebnis: Die 14 Meter lange Rauminstallation auf dem Schulhof wurde aus einem einzigen Baumstamm von den Schülern geschaffen und verbindet auf wunderbare Weise einzelne Wesen zu einem Ganzen.

Kommunen und Kreise

Dorenkamp als Viertel erneuern

  • Ort: Dorenkamp, Rheine/Westfalen.
  • Ausgangslage: Ein Stadtteil in der Krise - Identitätsmangel.
  • Plan: Der Künstler entwickelt gemeinsam im Rahmen eines Wettbewerbs Element für den öffentlichen Raum. Der Mobile Kunst-Container dient als offenes Atelier am zentralen Ort in Dorenkamp.
  • Ergebnis: Figuren und Schilder, die die Bürger als Identifikationsobjekte entworfen haben und die Dorenkamp als Viertel wieder erkennbar werden lassen.

Flyer laden: 

Beteiligungskunst in Dorenkamp - Ausschreibungsunterlage

Beteiligungskunst in Dorenkamp - Ausschreibungsunterlage

Salz für Salzkotten


Im Rahmen einer Kampagne von „Ab in die Mitte“ zur Belebung von Lehrständen in Innenstädten NRW’s,  erfolgte die Ausschreibung „SalzKotten für alle“. Die Idee von Manfred Webel, die Bevölkerung aufzurufen, Salzpäckchen zu gestalten, stieß dabei auf riesige Resonanz. Gut 5% aller Salzkottener machten mit, rund 1.500 Entwürfe gingen ein. Als Hauptpreis gab es einen einwöchigen Kunstkurs, bei dem sich alles ums Salz drehte.

Privataufträge

Mettmann, Düsseldorf: Teilhabe an Skulpturentwicklung für Privatgarten

  • Ausgangslage: Ein Ehepaar sucht für seinen kleinen Garten in Mettmann eine individuelle und ausdrucksstarke Skulptur. Sie soll sich in die Gartengestaltung organisch integrieren und doch ein Hingucker sein, der Aufmerksamkeit erzielt.
  • Rahmenbedingungen: Etat von 2 bis 4 Tsd. € ; 6 Wochen Zeit, Diebstahlsicherung gefordert, die Skulptur soll unaufwendig umziehen können, wenn sich der Gartenplan einmal ändert.
  • Kennenlernen: Der Künstler besucht die Interessenten und macht Fotos vom Landschaftsraum. Bei Kaffee und Kuchen 🙂 wird das Gespräch persönlicher und eine Leidenschaft des Ehepaares tritt zutage: Sie tanzen!
  • Plan: Mit den Themen Tanzen, Partnerschaft, Lebensfreude im Herzen geht der Künstler an die Entwurfsarbeit. Zwei Wochen später präsentiert er mehrere Modelle aus Stahlblech.
  • Ergebnis: Skulptur "Tanzende",  Aluminium farbig gefasst, 130 x 80 x 70 cm, sicher verschraubt auf einer eingegrabenen Beton-Palisade, die in einer Stunde Arbeit versetzbar wäre. 
glücklich aufgestellt

Kunde mit Skulptur "Die Tanzende"

Wie man sieht, macht sich die Tanzende außerordentlich
gut und ist eine Zierde in unserem Garten.

Dr. Erich Köstner

Dr. Erich Köstner - Privatauftrag partizipatiion Kunst Objekt

Naturschutz

Gesprächstisch für Nationalpark Wattenmeer

  • Ausgangslage: Der Naturschutz im norddeutschen Wattenmeer kollidiert mit den Interessen etwa der Landwirte an der Küste..
  • Ort: Husum
  • Plan: Gesprächstisch.
  • Ergebnis: Manfred Webel brachte mit dem Erschaffen eines Gesprächstisches die unterschiedlichen Interessengruppen zusammen. Ziel war der Ausgleich zwischen Naturschutz und Naturnutzung im Wattenmeer-Raum. 
  • Heute ist der Tisch als Teil des „Kunstband Wattenmeer“ als Vogeltränke bei Husum aufgestellt

Am runden Gesprächstisch: Dr. Johannes Oelerich (Leiter Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, links) mit Peter-Harry Carstensen (ehem. Ministerpräsident Schleswig-Holstein, Mitte) mit Manfred Webel als Moderator.

Projekt "Der Greenpeace Award"

  • Der greenpeace-award ist der Walfluke nachempfunden. Um die kollektive Verantwortung für ein intaktes Meer auch am Hauptsitz in Hamburg darzustellen, ist die kleine Skulptur, die unregelmäßig an ehrenamtliche Aktivisten für besonderes Engagement verliehen wird,  mit folgender Vision verknüpft: In der überaus stark frequentierten Elbfahrinne soll eine am Boden fest verankerte „Walfluke“ so weit aus dem Wasser herausragen, dass sie bei Flut fast versunken und bei Ebbe gut sichtbar ist.
Objekt für Greenpeace-Award

Walfluke als Vorbild: Der Greenpeace-Award

Jugendarbeit

Partizipative Kunst im Ferienprojekt: Häuptlinge für St. Matthäus

  • Ausgangslage: Ferienprojekt mit der Jugendhilfe St. Matthäus, Auftraggeber Katholische Jugendagentur Düsseldorf gGmbH. Auftrag bestand darin, 40 Kinder unterschiedlichen Alters an einem Objekt arbeiten zu lassen.
  • Plan: Der Künstler entwickelte die Idee eines 3,60 Meter hohen Marterpfahls, der von alle Kindern gleichermaßen gestaltet werden konnte - kooperativ oder individuell.
  • Besonderheit: Das Augenmerk lag lag auf der Zusammenarbeit der Kinder. Partizipative Elemente bestanden in der Gestaltung, aber auch in der baulichen Ausfertigung.
  • Rahmenbedingungen: Offenes, ganztägiges Angebot, Dauer: 1 Woche, Projektdurchführung inkl. Konzeption und Material.
  • Ergebnis: Das Projekt war der rote Faden des Ferienprogramms der Jugendhilfe. Die Fertigstellung des großen Pfahls wurde von beteiligten Kindern Erziehern als großer Erfolg bewertet. Der gemeinsam gestaltete Marterpfahl schlug 36 Jugendliche während der Sommerferien in den Bann.Die Kinder waren an jedem Arbeitsschritt beteiligt, selbst an der Erstellung des Fundaments. 
Partizipative Kunst in der Jugendhilfe: Arbeit am Marterpfahl

Kunst, partizipativ: Jugendliche arbeiten am Totempfahl

Projekt Kultur macht stark / Die mobile Kunst-Küche

  • Ausgangslage: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert über den Programmpartner Bund Bildender Künstler Projekte für junge Menschen mit Bildungsbenachteiligungen.  .
  • Plan: Zwölf 12-Jährige aus dem Umfeld der Gesamtschule Salzkotten und des Jugendbegegnungszentrums Simonschule waren ein halbes Jahr lang künstlerisch tätig und haben gekocht.
  • Rahmenbedingungen: Der KunstKochKlub wurde durch den Migrationsdienst der AWO und die Landfrauen unterstützt. Ein Höhepunkt war die Verköstigung von rund 100 Gästen am Tag der Offenen Tür.
  • Besonderheit: Wertschätzung durch die Öffentlichkeit. Im selben regionalen Bündnis von Stadt, auf dem Bild vertreten durch Bürgermeister Michael Dreier, AWO, Landfrauen, Jugendzentrum (JuBe) und Gesamtschule entstand die mobile KunstKüche.
  • Ergebnis: Vom Entwurf, über den Materialeinkauf bis zum Bauen und Lackieren, schufteten die Jugendlichen eine Woche lang, um eine voll funktionsfähige Außenküche zu erschaffen. Sie dient dem kreativen und kulinarischen Austausch und kann beim JuBe für Veranstaltungen geliehen werden. 
Mobile Kunstküche als Projekt partizipativer Kunst - Bild mit Dreier alle

Mobile Kunstküche als Projekt partizipativer Kunst 

Unternehmen

Projekt Eingangsbereich Caritas: Kultur fängt beim Eingangsbereich an

  • Ausgangslage: Der ehemalige Verein der Caritasheime Paderborn suchte nach einem neuen Erscheinungsbild. Dazu sollte keine herkömmliche Agentur beauftragt werden, sondern jemand, der erfahren mit Corporate Identity im Sozialwesen ist und solche Prozesse mit Beteiligung Vieler anleitet. So sollten Einrichtungsleitungen von Altenheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Schulen, Jugendhilfe, Kindergärten und Beratungsstellen eingebunden werden.
  • Plan: In einem mehrstufigen Prozess neuen Namen, neue Wort-Bildmarke, insgesamt ein neues Selbstverständnis entwickeln und sichtbar machen. 
  • Ergebnis: In Zusammenarbeit mit der Herforder Grafikerin Patricia Ludwig entstand ein neuer Markenauftritt. Mit den Landschaftsarchitekten Gasse/Schumacher/Schramm wurde der Eingangsbereich der Zentralverwaltung erneuert.
Kunst Manfred Webel - CWW-Eingangsbereich Ausschnitt

Außenanlagen der neuen Zentralverwaltung der Caritas Wohn- und Werkstätten. 

Skulpturen säumen den Weg von der Straße und geleiten die Besucher durch den roten Anlehnbogen zum Haupteingang. Für die Mitarbeiter wurde der Gartenbereich erschlossen und mit einem neu angelegten kleinen Park attraktiv gemacht.

Neuschöpfung einer Wort- und Bildmarke

  • Vorher/Nacher: Die Entwicklung einer neuen Wortmarke von ehemals „Verein für Caritasheime“ zu „Caritas Wohn- und Werkstätten“ und die Festlegung der Kurzform „CWW“ waren mit einer neuen intellektuellen und visuellen Gesamtausrichtung verknüpft. Die Gestaltung sämtlicher Medien, angefangen von der Geschäftsausstattung über Anzeigen, die Hauszeitung, die Fahrzeugbeschriftungen, Wegweiser an und in Gebäuden, Beschilderungen usw. wurden neu aufgebaut.
CWW Altes Logo

CWW Altes Logo

CWW - Neues Logo von Manfred Webel

CWW - Neues Logo von Manfred Webel

Partizipative Kunst: Logogestaltung Manfred Webel

Mit einem Logo den Gedanken der Partizipation befördern

Lebendiges Logo für Zahnmedizinisches Zentrum: Leuchtzähne als Wahrzeichen

  • Ausgangslage: Schaffen eines selbsterklärenden Erkennungszeichens für das Zahnmedizinische Zentrum.
  • Plan: Zwei freundschaftlich nebeneinander stehende Formen erinnern an Zähne. Dabei sind sie künstlerisch eigenständig und lassen sich sehr gut einprägen.
  • Ergebnis: „Leuchtzähne“ bilden ein markantes Zeichen, das sowohl als zweidimensionales Pictogramm und Logo, als auch als dreidimensionale Objekte ausgeformt sein können. Zwei überlebensgroße Skulpturen entfalten dabei eine magische Wirkung und sind im weiten Umfeld Paderborns sehr bekannt. Sie fungieren als viel beachtete Wegmarke in Korrespondenz  zum Gebäude.  
  • Besonderheit: Weil die Formen beim Publikum so gut ankamen, wurden sie nach und nach für alle Werbemittel als lebendige Logos eingesetzt - etwa als Anstecker.

Erleuchtete Zahn-Skulptur 

Partizipative Kunst: Zahn-Logo als Anstecker

Zahn-Logo als Anstecker

Zahn-Logo als Anstecker

Leuchtende Wegmarken

Projekt Kommunikationsskulpturen für Unternehmen

  • Figuren, die mit ihren Nachbarn eine lückenlose Kette bilden, sind eine hervorragende Plattform für Kommunikation und Netzwerke. Bereits im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben, ist jede der individuellen Formen  mit einem alter ego in einem Intranet gekoppelt. Analoge Figuren und deren digitale Spiegelbilder schaffen so eine community. 

Unterschiedliche Unternehmen, wie hier die Telekom, nutzen diese Figuren u.a. für Kundenbindungsaktionen.

Heithausen und Behler

Fotos: Heithausen und Behler

  Fotos: Matthias Groppe

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